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Bericht 14. bis 29. März 2009

14. März 2009

Da wir sehr viel Gepäck dieses Mal mitnehmen konnten, (4 Koffer und eine große Reisetasche), fuhren uns Peter und Christine zum Flughafen.
Das Einchecken dauerte dann auch etwas. Es wurde immer wieder nachgefragt, ob wir auch 120 kg kostenfrei mitnehmen dürfen. Es waren dann auch „nur“ 133 kg . . .
Der Flug verlief störungsfrei. Schlafen konnten wir aber nicht

15. März 2009

Wir landeten um 05.33 Uhr Ortszeit in Mombasa. Unsere Plätze waren in den vorderen Reihen und wir kamen so einigermaßen schnell durch die Zollabfertigung. Unser Gepäck war auch schon am Laufband. Dann kam die schwierigere Aufgabe, alles durch die Zollkontrolle zu bringen. Das Paket mit dem EKG-Gerät mussten wir öffnen. Nachdem er nur alte Kabel sah, begnügte er sich damit und wir konnten ohne weitere Kontrolle durch.
Josef und Josef aus dem Hotel holten uns dann etwas später mit einem größeren Wagen ab.
Um 08.00 Uhr waren wir dann schon im Hotel. Leider konnten wir in unser Zimmer Nr. 1 erst am Abend um 18.00 Uhr einziehen, es waren noch Gäste da, die erst nachmittags abreisten.
Wir ließen es uns am Pool gut gehen und schliefen etwa eine Stunde.
Um 14.00 Uhr holte uns Josef vom Hotel ab und wir fuhren ins Waisenhaus; die Kinder waren am Vormittag in der Kirche.
Wir wurden von Alice und den 13 Kindern mit einem Lied empfangen. Es war sehr rührend, ich habe natürlich wieder geheult wie ein Schlosshund, Roland hatte aber auch Tränen in den Augen. Nach all den Schwierigkeiten und Hindernissen und dem Ärger in Deutschland war es auch kein Wunder, wenn die Gefühle mit einem durchgehen. Dieser Empfang entschädigte aber für alles. Wir waren sehr glücklich und wussten einmal mehr, dass dies der richtige Weg ist!
Josef stellte uns dann alle Mädchen vor, die Namen waren alle sehr einheimisch und für uns schwer zu merken. Wir unterhielten uns mit allen, meistens mit Hilfe von Josef als Übersetzer, da die Kleinen noch nicht viel englisch verstanden, um sie etwas kennen zu lernen.
Die Kinder machten einen sehr sehr glücklichen Eindruck, die einen etwas schüchtern, andere eher aufgeweckt. Die Mädchen, die als letztes zu uns kamen, hatten vom Mittagessen einen „dicken Bauch“, sie wussten noch nicht, wie viel sie vertragen und dass es jeden Tag etwas zu essen gibt, so aßen sie noch auf „Vorrat“.
Wir waren dann auch imstande, die Videokamera rauszuholen und zu filmen. Dafür spielten und sangen sie noch ein Lied, in dem wir dann auch mitmachen mussten. Mir standen wieder Tränen in den Augen. So viele glückliche Kinder!!!
Roland filmte dann noch jedes Zimmer im Haus, damit wir dokumentieren könnten wie es bei uns aussah.
Wir schickten Josef und ein paar Kinder weg um Limo und Kekse zu kaufen. Wir setzten uns im Innenhof auf die Bänke und aßen und tranken, einigen wurde fast schlecht.
Sie waren alle natürlich, nicht verängstigt oder traurig, was wir befürchtet hatten. Sie haben  alle ein uns noch unbekanntes Schicksal. Ein Mädchen hat wahrscheinlich epileptische Anfälle, sie schläft mit einem anderen Mädchen in einem Bett, damit schnell Hilfe geholt werden kann, sollte es nachts zu einem Anfall kommen. Wir werden noch mit Dr. Fondo darüber sprechen müssen.
Dann kam Mercy. Anhand der Begrüßung der Kinder war zu erkennen, dass sie sie sehr gerne haben. Auch Alice, die zweite Mama, ging sehr fürsorglich und liebevoll mit den Kindern um. Omar, unser Nachtwächter war auch anwesend, er wusste dass wir kommen und wollte uns auch begrüßen. Alle unsere Angestellten machten einen sehr kompetenten Eindruck und waren froh, dass sie bei uns diesen Job machen können und dürfen. Es ist nicht selbstverständlich in Kenia, eine feste Arbeit mit geregeltem Einkommen zu haben. Man konnte sehen, dass ihnen diese Arbeit gefällt. Mercy ist zu einer selbstbewussten Frau geworden, sie ist mit ihrer Aufgabe gewachsen!
Bei einem Gespräch mit Mercy und Alice besprachen wir, dass in den nächsten Tagen noch einiges angeschafft werden müsste. Sie brauchten noch Geschirr, ebenso noch Bänke und Tische im Esszimmer sowie Bänke für den Innenhof. Außerdem ein paar Regale, die Matratzen für die restlichen Betten, Bettwäsche, Kissen, usw.
Um 17.30 Uhr fuhren wir wieder zurück ins Hotel. Abdhilla erwartete uns schon, wir gaben im das Geld, das uns Sonja mitgegeben hatte und unterhielten uns noch etwas mit ihm über das Projekt, das er im Auftrag von Andrea und Sonja betreute.
Endlich um 18.30 Uhr konnten wir unser Zimmer Nr. 1 beziehen!
Dusche, Essen … Lala Salama …

16. März. 2009

Um 10.30 Uhr holte uns Josef ab und wir fuhren zur KCB gefahren und zahlten das Geld auf das Konto ein.
Dann ging es weiter zu Riki, einem Maler; wir wollten am Waisenhaus unser Logo anbringen lassen, in Form von einer Wandmalerei und auf der anderen Seite ein großes Brett mit dem Namen „Kenia-Hilfe Buxheim“. Es ging weiter zum Schreiner, der aber leider nicht da war. Wir ließen ihm ausrichten, dass er ins Waisenhaus kommen solle. Unterwegs drehte Roland ein wahrscheinlich sehr wackeliges Video. Josef lachte uns aus, weil wir den Weg zum Waisenhaus wahrscheinlich wieder nur auf Umwegen gefunden hätten. Das lag daran, dass wir jedes Mal von einer anderen Seite hin gingen.
Im Waisenhaus waren Mercy und Alice, unsere Mamas, und Rukia, die an Malaria erkrankt war, und Lucy, die noch nicht zur Schule ging, da die Papiere von ihrer vorherigen Schule noch nicht da waren und sie deshalb in der Kibaoni-Schule noch nicht angemeldet werden konnte.
Wir bekamen dann den Rest vom Mittagessen, es gab Kartoffeln in Mehl gewendet und in Fett rausgebacken, dazu gab es Ketchup.
Dann kam der Schreiner und hat im Esszimmer die Bänke und den Tisch ausgemessen, außerdem die drei Bänke für den Innenhof. Auch die Regale für die Küche und den Vorratsraum hat er gemessen. Morgen sollten wir dann den Kostenvoranschlag bekommen. Rohstoffe sind wieder teurer geworden. Auch der Maler wollte uns einen Kostenvoranschlag machen.
Die Mamas räumten die mitgebrachten Kleider, Handtücher usw. aus den Koffern und ordneten sie der Größe nach. Sie werden je nach Bedarf an die Kinder gegeben.
Es waren auch noch ein paar Stofftiere im Koffer. Rukia, 10 Jahre alt, suchte sich eine kleine Puppe aus. Ich sagte dann zu Lucy, sie sei 16 Jahre alt und schon zu groß für ein Stofftier. Doch sie suchte sich einen großen Bären aus und war glücklich. Sie schämte sich, da ich ja gesagt hatte, sie sei dafür zu groß. In Kenia werden die Mädchen manchmal mit 12 Jahren verheiratet, aber auch mit 17 Jahren sind sie noch Kinder.
Wir gaben die Bilder vom letzten Oktober noch den Mamas, nachdem wir sie alle zusammen angeschaut hatten. Das Gelächter war groß, noch größer die Augen der beiden Kinder. Sie haben Marcy, Rahema und Elisa auf den Fotos wieder erkannt, auch mich, Roland, Josef und die Mamas.
Ein grober Plan für die Woche wurde dann noch erstellt damit wir keine der Top-Aufgaben vergessen konnten. Dann um 15.30 Uhr ging es zurück ins Hotel und in den Pool.
Am Pool trafen wir Bush-Baby. Er war ein Schmuckhändler und wir kannten in seit einiger Zeit. Er wurde im Oktober schlimm verprügelt und ich gab ihm damals meine Schmerztabletten und auch ein bisschen Geld, um zum Arzt zu gehen. Er wurde dann punktiert, da er sehr schlimme Blutergüsse hatte. Wir freuten uns sehr über das Wiedersehen. Ich kaufte ihm natürlich noch ein paar Ketten ab (er hat ja auch Frau und Kind und ich durfte nicht groß handeln, dafür hat er uns noch zwei Ketten geschenkt).
Josef kam um 18.00 Uhr noch einmal ins Hotel. Wir gaben ihm dann noch die restlichen Geschenke. Für den nächsten Tag verabredeten wir uns um 8.30 Uhr.

17. März 09

Wir fuhren zur Kibaoni-Schule, dort wo unsere Kinder in den Kindergarten und in die Schule gehen.
Abdillha kam auch mit zwei jungen Leuten aus Bochum, um ihnen die Schule zu zeigen.
Wir trafen den Headmaster der Schule und seine Stellvertreterin. Sie führten uns durch die Klassenzimmer, ebenso durch den Kindergarten. Der Kindergarten ist dreistufig, die Schule hat 8 Stufen, sie ist eine Primary-School. Es gehen dort ca. 1300 Kinder täglich in die Schule beziehungsweise in den Kindergarten. In jeder Klasse wurden wir von den Kindern begrüßt, wir stellten ihnen ein paar Fragen und sie antworten meistens schüchtern, in den höheren Klassen aber alle auf Englisch.
Wir trafen der Reihe nach auf alle unsere Kinder. Es war etwas schwierig, sie zu erkennen, da in jeder Klasse mindestens 40 bis 50 Kinder waren, und alle sahen für uns gleich aus. Außerdem hatten wir die Kinder je erst einmal gesehen. Josef half uns aber, außerdem erkannten uns die Kinder, war ja auch viel einfacher für sie.
Der Rundgang durch die Klassenzimmer endete mit Beginn der Pause. Wir gingen noch in den Kindergarten und wurden von ca. 300 Kindern begleitet (verfolgt). Jedes unserer Kinder wollte von mir an der Hand geführt werden. Ich habe aber nur zwei Hände. Sie hingen an mir wie die Kletten. Ich kam nicht mehr vorwärts. Ein Lehrer griff dann ein und „verscheuchte“ die anderen Kinder. Im Kindergarten trafen wir dann unsere Kleinsten. Sie waren noch sehr schüchtern. Außer Rahema, die begrüßte mich gleich. Roland hielt alles mit der Video-Kamera fest.
Anschließend gingen wir wieder ins Lehrerzimmer und unterhielten uns noch mit dem Headmaster und seiner Stellvertreterin. Sie übergaben uns eine Liste mit den notwendigsten Dingen, welche die Kinder brauchen würden.
Nach ca. 1 ½ Stunden fuhren wir weiter zum Maler. Er wollte heute noch anfangen und morgen fertig werden. Zu Fuß ging es in der Mittagssonne weiter zum Schreiner. Wir erteilten ihm den Auftrag und wie üblich  die Hälfte angezahlt, damit er das Holz kaufen konnte. Er versprach, nächsten Mittwoch alles zu liefern.
Dann fuhren wir zu den Kahindis, Karembos und Katanis. Drei Mamas und 14 Kinder. Wir brachten ihnen Kekse mit, die wurden auch gleich verspeist. Wir freuten uns alle sehr, uns wieder zu sehen. Gott sei Dank waren die meisten Kinder der Nachbarschaft in der Schule und somit war es etwas ruhiger und wir konnten einige Dinge ansprechen.
Helka sagt zu Josef sie wolle Roland etwas fragen, aber er solle übersetzen. Wir waren damit nicht einverstanden, sie muss endlich Englisch lernen. Sie sagte sie versteht viel, kann oder will aber nicht sprechen. Roland machte ihr klar, wenn sie es nicht selbst sagen kann, dann kann er ihr nicht helfen und ging rüber zu den Karembos. Sie konnte es nicht glauben, dass Roland sie so stehen ließ, bisher haben wir immer ja gesagt, aber das sollte sich ändern. Ich sagte ihr dann, sie solle mit mir sprechen, mein Englisch sei auch nicht gut aber ich versuche es wenigstens. Dann sagte sie mir ganz leise, sie möchte gerne bei uns im Waisenhaus arbeiten. Ich sagte, wir werden schauen, aber sie müsse Roland fragen. Klar und deutlich und laut sprechen und ihm in die Augen schauen. Ganz so klappte es dann nicht, aber sie versuchte es, sie war 19 Jahre alt und da wurde es langsam Zeit.
Wir forderten auch von den anderen Familien einen Eigenanteil am Unterhalt. Wir möchten keine Almosen verteilen sondern ihnen bei den Sachen helfen, die sie nicht selbst bewältigen könnten.
Wir verabredeten uns für nächsten Dienstag um 17.00 Uhr. Da sollten sie uns sagen, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Wir würden sie bei der Umsetzung ihrer Pläne unterstützen. Da bekämen sie auch die Lebensmittel und wir würden die Miete bis zum Ende des Jahres bezahlen.
Dann ging es weiter zu Raster. Er hat TBC und war schon seit sechs Wochen sehr krank. Doch Gott sei Dank war er auf dem Wege der Besserung. Wir sahen auch seinen Sohn. Raster freute sich sehr, dass wir ihn besuchten. Er holte uns sonst immer vom Flughafen ab und brachte uns wieder hin. Roland und einige andere Bekannte waren mit ihm schon auf Safari und immer sehr zufrieden. Wir freuten uns, dass es ihm wieder besser ging. Weil er lange Zeit hohes Fieber hatte und dadurch sehr geschwitzt hat, hat er sich seinen schönen, bis zur Taille reichenden Rasterlocken abgeschnitten. Nun heißt er immer noch Raster, aber ohne Rasterlocken.
Anschließend trafen wir uns mit Job im Baroness. Roland erklärte ihm, dass wir von Sven Geld bekommen haben für seinen Sohn Robert. Er solle ihm Schulsachen und andere dringend benötigte Sachen kaufen. Nach einer längeren Unterhaltung verabredeten wir uns dann für nächsten Tag bei ihm zu Hause. Er würde uns seine Familie vorstellen und vielleicht schon die Rechnungen geben, was er alles gekauft hat.
Um 15.00 Uhr fuhren wir wieder zurück ins Hotel.
Am Abend gab es das Essen direkt vor unserem Haus im Garten. Es war landestypisch und schmeckte super. Anschließend gab es noch afrikanische Tänze von einer hier sehr bekannten Showgruppe.
Lala Salama ……

18. März 2009

Wir verbrachten den Vormittag am Pool. Nach dem Mittagessen kam Josef gekommen und ich machte mit ihm die Buchhaltung. Einiges muss er besser machen. Ich erstellte ihm eine Excel-Tabelle für das ganze Jahr und wir fingen im Januar gemeinsam an, die Rechnungen richtig einzutragen. Ich werde ihm die Tabelle auf seinen Laptop ziehen, dann kann er dann, wenn wir wieder weg sind, selbst weitermachen. Leider wurden wir nicht ganz fertig. Wir waren für 16.30 Uhr mit Job verabredet. Mit dem TucTuc fuhren wir hin und er stellte uns seine Frau Edith und seinen Sohn Robert (5 Jahre) vor. Job wird von Sven unterstützt und er hat für seinen Sohn schon die Sachen gekauft, er zeigte sie uns und gab uns die Rechnungen dafür. Sie wohnten in einem gemieteten Haus das noch nicht fertig gestellt war. Es war alles sehr sauber und aufgeräumt. Edith machte eine Ausbildung zur Lehrerin, sie zeigte uns alles, was sie dafür brauchte. Kann man sich bei uns nicht vorstellen mit welchen Mitteln hier gearbeitet wird; z.B. der Rechenschieber besteht aus einem schiefen Holzrahmen und die Kugeln werden ersetzt von Kronkorken in verschiedenen Farben. Wir werden sie wahrscheinlich als Nachhilfelehrerin für Samstagvormittags einstellen. Die Kinder müssen noch viel nachholen. Sie sollte sich überlegen, was sie verdienen will, und wir würden uns am Samstag mit ihr im Waisenhaus treffen. Dann fuhren wir wieder ins Hotel zurück. Es wurde schon dunkel und wir sind ohne zu duschen gleich zum Essen gegangen und nach einem Drink an der Bar ins Zimmer.
Duschen und Lala Salama . . . .

19. März 2009

Josef kam schon um 09.30 Uhr ins Hotel. Wir machten die Buchhaltung noch fertig und fuhren dann am Mittag nach Kilifi. Als erstes gingen wir zur KCB, um den Kontoauszug zu holen. Dann ging es weiter zum Markt und Josef kaufte Bettzeug und Matratzen für die restlichen Betten. Wir banden 8 Matratzen auf dem Dach vom TucTuc fest und fuhren so zum Waisenhaus, wo wir auch gut ankamen. Dort trafen wir auf Mercy, Alice, Neema und Lucy, die immer noch krank war. Sie war heute im Krankenhaus und nach einigen Tests wurde festgestellt, dass sie Malaria hat. Die Medikamente helfen normalerweise sehr schnell und ich hoffte, dass sie am Wochenende wieder gesund sei.
Der Maler war auch da und hat damit angefangen unser Logo am Haus anzubringen. So schnell wie er gesagt hat, würde er wohl doch nicht fertig sein.
Wir sahen noch den Daily-Report durch, das ist ein Heft in dem eingetragen werden muss, was den ganzen Tag und die Nacht über passiert ist. Auch das Buch, in dem jedes Kind mit Namen, Geburtsdatum, Größe, Gewicht, Eltern, Geschwistern und sonstigen Merkmalen eingetragen ist, zeigte uns Mercy. Unser Kind Mercy und Elisa haben in einem Monat 2,6 kg zugenommen, und unsere Kleinste, Rahema, ganze 2 kg. Da war aber auch so in Ordnung.
Um 17.00 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel und gingen noch in den Pool. Dann wie jeden Abend: duschen, essen und Lala Salama.

20. März 09

Heute gönnten wir uns einen Aus-Tag. Wir verbrachten den Vormittag am Pool und nach dem Mittagessen dösten wir etwas. Josef war inzwischen in Kilifi im Childrens-Office. Er wollte erfragen, welche Vorschriften es bezüglich eines Praktikanten gäbe. Dann kaufte er die Schulsachen für die Kibaoni-Schule und brachte sie ins Waisenhaus.
Wir brachen am späten Nachmittag mit Lutz und Simona aus Leipzig zu einem ausgedehnten Spaziergang am Strand auf.
Um 18.00 Uhr gingen wir in Richtung Hotel und kurz bevor es stockdunkel wurde, kamen wir auch tatsächlich wieder an.
Am Abend, nach dem Essen war eine Schlangen-Show. Wir haben sie zwar schon öfter gesehen aber es lohnt sich immer wieder. Lala Salama.

21. März 09

Um 9.00 Uhr waren wir bei Eric mit Justin verabredet um den neuen Mietvertrag zu machen.
Wie üblich  in Kenia war er nicht da und auch nicht erreichbar. Wir warteten fast eine Stunde und sprachen uns dann mit Eric ab.
Wir fuhren zum Waisenhaus; dort war Edith dabei, die Kinder zu unterrichten. Es gefiel uns, was sie machte. Ich begann, die History der Kinder zu schreiben. Mercy hatte sie in ihrem Buch schon festgehalten, ich musste nur noch abschreiben. Leider fehlten einige Angaben, z.B. von keinem Mädchen hatten wir ein Geburtsdatum, wir wussten nur, wie alt sie waren. Mercy kümmerte sich darum, von jedem Mädchen das Datum zu erfahren.
Dann war Pause. Die Kinder begrüßten uns und wir alle freuten uns sehr. Roland machte von jedem Kind ein Foto. Das wollten wir dem Lebenslauf hinzufügen.
Es kam Besuch. Es war Tanja, sie war Volontärin im Waisenhaus von den Müllers und wir erfuhren einiges, was uns nicht gefiel.
Um 13.00 Uhr war dann der Unterricht beendet und die Kinder bekamen ihr Mittagessen. Es gab Ugali mit Chicha und Kizumo-Boys (winzige Fische die nicht ausgenommen, sondern nur in der Sonne getrocknet werden, für uns nicht genießbar), und wer die Fische nicht wollte für den gab es Rührei dazu. Sie aßen wieder riesige Portionen.
Um 14.00 Uhr kamen dann vom Hotel Dirk und Romina, Lutz und Simona und schauten sich das Waisenhaus an. Sie waren sehr beeindruckt von dem, was sie sahen.
Die Kinder sangen uns dann auch noch zwei Lieder vor, wir mussten natürlich wieder mitmachen. Es war sehr lustig. Dirk filmte alles und fotografierte, er wollte uns alles schicken.
Um 16.00 Uhr sind wir zurück ins Hotel und erholten uns noch etwas. Am Abend gab es Dinner am Pool, anschl. eine Show. Um 11.00 Uhr nachts sind wir dann ins Bett. Lala Salama . . .

22. März 2009

Es ist Sonntag. Wir verbrachten den Vormittag am Pool.
Um 14.00 Uhr fuhren wir mit zwei Deutschen zu unserem Waisenhaus. Er war Reporter, sie sollte ein paar Plüschtiere, die ihr ein kleines Mädchen mitgegeben hatte, an ein paar arme Kinder verteilen und Fotos davon machen. Das traf sich gut, unsere Kinder liebten Plüschtiere und so kamen ein paar liebe Fotos zusammen. Sie ließen sich unser Waisenhaus zeigen und waren beeindruckt. Nachdem die beiden wieder zurückgefahren waren, machten wir die Akten von den Kindern fertig. Josef beantwortete mit den Kindern, die schon gut schreiben konnten, die Briefe der Kinder aus Nassenfels. Dann kam Eric und ich erklärte ihm die neue Buchhaltung. Wir kopierten sie von unserem Laptop auf das von Josef und Eric. Ich hoffe, dass nun alles richtig aufgeschrieben wird, so wie es unser Revisor Peter will. Wenn es klappt, spar ich mir auch einiges an Arbeit in Deutschland. Roland installierte dann auf Erics Laptop den Drucker, den wir mitgebracht hatten. Zwischendurch kümmerte ich mich um die Kinder und machte mit ihnen Fotos, die wir dann wieder anschauten. Pirity half Alice Wäsche aufräumen und kümmerte sich um Lucy, , der es immer noch schlecht ging. Sie schütteten ihr Wasser über den Kopf, damit sie etwas „abkühlte“.
Um 19.00 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Nach dem Duschen aßen wir gut. Lala Salama . . . .

23. März 09

Wir fuhren um 9.00 Uhr nach Mombasa, Mercy kam auch mit. Der Matatu-Fahrer raste wie ein Irrer. Gott sei Dank ging alles gut. Wir gingen wieder zu dem Moslem, bei dem wir schon im Oktober eingekauft hatten. Teller, Tassen, Becher, Bügeleisen, Bügelbrett, Töpfe und Schüsseln, alles brauchten wir jetzt in mehrfacher Ausführung. Als Luxus leisteten wir uns bzw. dem Waisenhaus einen Standventilator. Es wurde wieder alles verschnürt und eingepackt. Wir konnten die Sachen noch stehen lassen, da wir noch weiter Richtung Flughafen wollten, um Masai-Sachen für Christine zu besorgen. Es wurde abenteuerlich; wir fuhren zu viert in einem TucTuc quer durch Mombasa auf der so genannten Stadtautobahn. Aber da wurden auch Karren geschoben und LKWs fuhren im Schritttempo, weil sie total überladen waren. Wenn dann aber ein TucTuc einen solchen LKW überholte, dauerte es auch eine Weile und der ganze Verkehr stockte. Bei der Rückfahrt ging dann das TucTuc auch noch kaputt, aber nach einer kleinen Weile konnten wir wieder weiter fahren.
Wir kauften auch noch eine Einlage für die Betten, da ein paar Mädels nachts noch ins Bett machen.
Wir packten dann die gekauften Sachen in das TucTuc. Es ging weiter zum Busbahnhof. Ein Kleinbus fuhr gerade ab und wir konnten in den nächsten einsteigen. Das war gut, weil man sich den Platz aussuchen konnte, aber auch schlecht, weil man warten musste bis alle Plätze besetzte waren. Wir brauchten für unsere Einkäufe einen extra Platz, damit wir alles mitnehmen konnten. Es herrscht riesiger Trubel am Busbahnhof; etliche große und kleine Busse warten auf Kundschaft. Jeder pries seinen Bus als schönsten und schnellsten an.
Die Straßenverkäufer wollten uns alles verkaufen, angefangen von Getränken, über Obst, Sonnenbrillen, Geschirrtücher bis Unterhosen. Und das alles bei 35 Grad im Schatten. Nach etwa 20 Minuten war der Bus dann voll und wir konnten endlich abfahren. Der Fahrer war kein Schumacher.
Um 15.30 Uhr waren wir wieder in Kilifi. Wir packten alles wieder um in ein TucTuc und zogen weiter ins Waisenhaus. Wir sagten nur kurz „Hallo“ zu Alice und Lucy und luden alles aus. Dann fuhren wir weiter ins Hotel und sprangen in den Pool. Abends Duschen, Essen und Lala Salama.

24. März 09

Heute waren wir bis 15.30 Uhr am Pool. Dann fuhren wir zu Dr. Fondo gefahren und brachten ihm das Herz-Lungen-Gerät von Gerd. Er freute sich sehr darüber. Wir fotografierten das natürlich auch, für Gerd und seinen Freund, von dem das Gerät war.
Dann sprachen wir über unsere Kinder. Bis auf Neema waren alle gesund; sie hat epileptische Anfälle, aber mit Medikamente die sie regelmäßig bekommt, kann sie ein fast normales Leben führen. Wir hatten Gott sei Dank bis jetzt keine Kinder mit HIV, Hepatitis oder TBC.
Dann fuhren wir weiter, um die Lebensmittel für die Familien Kahindi, Karembo und Katani zu besorgen. Josef hatte schon alles eingekauft, wir mussten sie nur noch abholen. Wir brauchten dazu drei TucTucs. Da wir wegen der guten Qualität immer beim gleichen Händler einkauften, war die Begrüßung sehr herzlich. Der Inhaber wollte unbedingt mit Roland die drei schweren 100 kg Säcke tragen. Er war sehr erfreut darüber. Wir fuhren alle im Konvoi über Stock und Stein zu unseren drei Familien. Als wir ankamen, war die Freude über die mitgebrachten Lebensmittel sehr groß. Jeder half beim Ausladen mit. Wir brachten alles in den Innenhof gebracht und verteilten es gerecht.
Anschließend hörten wir uns die Zukunftspläne der Familien an. Kahindi wollte  sich verstärkt um eine Anstellung als Kfz-Mechaniker bemühen. Mama Karembo wollte Samoso (Frühlingsrollen) zu Hause backen und dann eventuell in der Schule oder an der Bushaltestelle verkaufen. Helga wird bei uns im Waisenhaus ein bis zweimal in der Woche waschen. Mama Katani hatte noch keine Möglichkeit zu arbeiten, ihre Kinder waren noch zu klein. Auch bei Mama Karembo war es nicht so einfach, auch sie hatte kleine Kinder. Wir erklärten ihnen, dass wir nicht unendlich Unterstützung leisten könnten, da auch wir nur begrenzt Geld zu Verfügung hätten.
Die Familie Katani hatte vier kleine Kinder ohne Papa, alle schliefen am Boden und mit der Miete waren sie auch im Rückstand. Das Zimmer war sehr sauber, sie hatten aber so gut wie keine Kleidung. Der Kleinste war krank, er hatte am ganzen Körper offene, eitrige Wunden. Wir gaben ihnen Geld für den Arzt. Sie wollte auch hingehen, da sie für einige Zeit kein Geld für Essen brauchte. Wir würden ihr auch ein großes Bett kaufen, wo dann alle drin schlafen könnten. Die Audi-Kasse und so manch andere Spende machten dies Gott sei Dank möglich. Wir gaben ihr auch das Geld für die Miete, damit sie nicht im Freien übernachten müsse. Für Rose und Mary bezahlten wir noch die Prüfungsgebühren. Mama Kahindi fragte uns, ob Oliver in den Kindergarten gehen dürfe, er war 4 Jahre alt. Wir lehnten das momentan, da wir nicht jeden Wunsch erfüllen konnten.
Wir verabschiedeten uns bis Oktober und sie waren traurig, dass wir sie nicht noch ein weiteres Mal besuchen kämen. Wir waren gespannt, welche Pläne sie bis zum Oktober umsetzen würden und je nach dem, wie hart sie an ihrer Zukunft arbeiteten, würden wir sie nach unseren Möglichkeiten auch unterstützen. Sie müssten mehr Eigenengagement zeigen. Wenn sie sich nicht mehr engagieren, würden wir unsere Unterstützung zurückfahren müssen. Sie müssen lernen auf eigenen Füßen zu stehen. Wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe leisten, nicht ein Leben lang unterstützen.
Dann fuhren wir ins Hotel zurück. Duschen, Essen, Show und Lala Salama.

25. März 09

Good Morning Kenia!
Wir wurden um 09.30 Uhr von Josef im Hotel abgeholt. Wir fuhren ins Waisenhaus und holten die Sachen, die Josef für die Kibaoni-Schule gekauft hatte. Um 10.00 Uhr kamen wir dort an und der erwartete Pausen-Trubel blieb aus, es wurden Prüfungen geschrieben. Wir gaben die verschiedenen Stifte, Bälle, Hefte, Kuverts, Kreiden, Malbögen und das Volleyball-Netz bei der stellvertretenden Direktorin ab. Sie freuten sich sehr, sie hatten nicht damit gerechnet, dass wir so viele ihrer dringend benötigten Sachen bringen würden. Es war alles sehr teuer. Ich konnte erst gar nicht glauben, dass wir dafür ca. 250,- € ausgegeben hatten. Wir machten Fotos und unterhielten uns noch ein wenig, dann fuhren wir weiter zum Schreiner und bezahlten den Rest der Rechnung. Bis auf ein Bord (bringt er morgen) hatte er alles geliefert und wir müssten morgen nicht nochmals zu ihm hin.
Dann gingen wir weiter zu Eric. Wir mussten erst einmal richtig stellen, dass er unser erster Vorstand in Kenia war und wir Josef als Kassier im Verein aufnehmen wollten. Er war nach unserem Gespräch am Sonntag davon ausgegangen, dass wir ihn nicht mehr wollten. War ein arges Missverständnis, das wir aber wieder klarstellen konnten. Josef sollte mehr Verantwortung bekommen und auch Geld abheben können, damit nicht mehr so viel in der Kasse war. Eric ist oft unterwegs und dann holt er vorher noch Geld, damit Josef einkaufen kann. Das wollten wir aber nicht mehr. Es reicht, wenn höchstens 10.000,- KSH in der Kasse sind. Wir wollten jetzt aber vor allem die Lebensmittelrechnungen in der Mitte und am Ende des Monats bezahlen, Dr. Fondo sollte uns eine Monatsrechnung schreiben. Auf die Rechnungen von der Schule hatten wir leider keinen Einfluss.
Eric fuhr mit uns nun zum Rathaus. Wir sprachen mit der zuständigen Chefin für soziale Hilfsprojekte im District Kilifi. Sie empfahl uns, unser Waisenhaus im District Kilifi eintragen zu lassen mit dem Doppelnamen, Kenia Hilfe Buxheim e.V. und Kilifi Malezi Kinderdorf.
Wir legten alle unsere deutschen und kenianischen Dokumente vor und bekamen ein Formblatt, das Eric ausfüllen musste und das alle kenianischen und deutschen Vorstände unterschreiben müssten. Anschließend mussten wir ins Childrens-Office, die gleiche Prozedur wieder. Auch von da bekamen wir das OK und ein Formblatt, das wir ausgefüllt zurückgeben müssten. Dann würden wir von diesen beiden Ämtern unter dem Doppelnamen im District Kilifi registriert und könnten überall in Kenia weitere Waisenhäuser eröffnen. Unser Ziel war aber, das Buch mit den Eintragungen zu bekommen, damit das Ganze seine Richtigkeit hätte, das Ganze kostete uns 150,- €, aber es musste sein.
Dann fuhren wir weiter zur KCB. Da, wie schon oben erwähnt, Eric nicht immer hier ist, muss auch Josef Geld abheben können. Wir bekamen wieder ein Formular, das Roland, Eric und Sabine unterschreiben müssten. Wir nahmen es mit und schicken es dann wieder zurück. Dann wird es nach Nairobi geschickt und mit einem Bild wieder in der Bank abgegeben. Dann erst kann auch Josef Geld abholen.
Dann fuhren wir ins Waisenhaus. Unterwegs trafen wir noch Ireen, wir gaben ihr die Fotos mit, denn ich glaubte nicht, dass wir noch Zeit fänden, Helmut zu besuchen. Einige Kinder hatten heute Nachmittag keinen Unterricht und waren zu Hause. Zwei Mädels waren noch beim Essen. Sie aßen sehr schlecht. Tanja, die seit Dienstag bei uns Volontärin war, fütterte die beiden, damit sie endlich fertig würden.
Josef musste nun das erste Mal alleine die Rechnungen in das Kassenbuch im Laptop eintragen. Er konnte das ganz gut. Roland hatte vorher noch den Drucker auf dem Laptop von Josef installiert und wir druckten das Kassenbuch aus.
Vom Waisenhaus Saidi Qua Moyo kamen Grace und Melissa zu Besuch. Wir unterhielten uns ein wenig und fuhren dann um 16.00 Uhr ins Hotel zurück.
Josef hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen und wir bestellten uns Pommes, was anderes gab es leider nicht.
Am Abend duschen, essen, trinken und Lala Salama . . . .

26. März 09

Für heute hatte uns Josef „frei“ gegeben. Wir verbrachten den Tag am Pool.
Am Abend kamen noch Josef und Tanja ins Hotel. Wir saßen an der Strand Bar, nahmen einen Drink, sprachen über unser Projekt und lernten auch so Tanja ein bisschen kennen.
Duschen, Essen und Lala Salama . . . .

27. März 09

Auch heute konnten wir den ganzen Tag relaxen. Das machten wir auch ausgiebig. Wir standen früh auf und hatten so etwas von dem Tag.

28. März 09

Es regnete! Wir fuhren mit dem TucTuc nach Kilifi zur KCB und zahlten des restliche Geld ein.
Dort holte uns Josef ab und weiter ging es ins Waisenhaus. Edith war dabei, die Kinder zu unterrichten. Ihr Mann Job kam seinem mit Sohn Robert und wollte sich noch von uns verabschieden. In der Pause tobten die Kinder rum, um anschließend wieder konzentriert zu lernen.
Die Mamas kochten. Ich musste auch helfen und die Tchibatis (ähnlich Pfannkuchen) ausrollen. Nachdem es morgens geregnet hatte und jetzt wieder die Sonne schien, war es fürchterlich heiß, und neben dem offenen Feuer doppelt so heiß. Gott sei Dank löste mich Mama Alice bald wieder ab.
Inzwischen war auch der Strom wieder da. Ich kontrollierte Josef, wie er die restlichen Rechnungen im Laptop erfasste. Jetzt konnte ich eventuelle Fehler verbessern. Er machte es ganz gut und anschließend erklärte ihm Roland, wie der Drucker funktionierte.
Dann wurde das Namensschild am Haus angebracht. Das war gar nicht so einfach. Wir hatten nur zwei Nägel und da durfte keiner krumm werden oder abbrechen. Natürlich hatten wir auch keinen Hammer und auch in der Nachbarschaft gab es keinen. Josef brachte als Ersatz einen alten Pleuel und Roland schafft es mit viel Geduld, die Nägel einzuschlagen. Endlich hing das Schild. Es könnte etwas größer sein, aber egal. Jetzt kann es jeder lesen, hier ist ein Waisenhaus.
Omar, unser Askari, sowie Manase und sein Freund kamen auch, um sich von uns zu verabschieden. Manase (Animateur im Hotel) brachte mir einen deutschen Fragebogen von einem Freizeitpark, er wollte unbedingt in Deutschland arbeiten.
Die Nachhilfe war beendet und Edith, Job und Robert verabschiedeten sich mit vielen lieben Grüßen an Sven.
Es gab Mittagessen, Bohnen mit Tchibati und ein wenig Hackfleisch. Es schmeckte sehr gut, sättigte aber ungemein.
Nach dem Essen spielten die Kinder und wir füllten den Fragebogen für Manase aus.
Dann hieß es Abschied nehmen. Die Kinder sangen uns noch einige Lieder vor und dann war es so weit. Es fiel uns sehr schwer zu gehen. Auch die Kinder waren traurig. Wir versprachen, im Oktober wieder zu kommen und fuhren mit Tränen in den Augen um 17.00 Uhr ins Hotel zurück.
Später kam dann noch Eric. Wir besprachen noch einiges was für die Führung des Waisenhauses gegenüber den Behörden wichtig war. Im April ist eine Versammlung, wo sich die Führungskräfte der Waisenhäuser zwischen Kilifi und Mtwapa in unserem Waisenhaus treffen. Diese Treffen finden jedes Mal in einem anderen Haus statt, und dieses Mal bei uns. Wir sind neu und jeder will sehen wie es geführt wird. Es wird auch ein Reporter anwesend sein, der darüber berichtet.
Roland laufen mit Eric auch noch über den Grundstückskauf. Wir wollten ein größeres kaufen, um auch Tiere züchten zu können. Es dürfte natürlich nicht teuer sein. Er wolle sich umschauen.
Es war bereits 20.00 Uhr, als er sich verabschiedete und wir duschen gehen konnten. Das Essen fand heute an der Strand Bar statt. Es kam keine ausgelassene Stimmung mehr auf. Wir verabschiedeten uns von Lutz und Simona, sie würden sich melden, wenn sie wieder zu Hause wären. Wir waren traurig, so nette Leute, die auf unserer Wellenlänge liegen, hatten wir schon lange nicht mehr kennen gelernt. Schade, dass sie so weit weg wohnten.
Wir packten noch unsere Koffer und legten uns zum schlafen hin. Lala Salama . . .

29. März 09

Um 03.00 Uhr klingelte der Wecker, verschlafen standen wir auf, packten die restlichen Sachen und machten uns nach einem kleinen Frühstück auf den Weg zum Flughafen. Der Abflug verzögerte sich um 1 ½ Stunden; hätten wir gerne noch länger geschlafen . . .
Ankunft in München bei Regen und Kälte um 15.50 Uhr. Die Koffer ließen auf sich warten, es dauerte 45 Minuten bis wir sie hatten. Ab zum Busbahnhof, Gott sei Dank kam der Bus nach ½ Stunde und wir waren um 18.30 Uhr endlich zu Hause. Wir waren trotz allem froh, wieder zu Hause zu sein. Wir hatten alles erreicht, was wir uns vorgenommen hatten…

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