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Letzte Änderung

am 17.12.2013

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13. Oktober 07

 Abflug von München nach Düsseldorf und von dort weiter nach Mombasa.

14. Oktober 07

Um 06.30 Uhr kamen wir in Mombasa an, nach über 1 Stunde waren wir durch den Zoll und wurden von Eric abgeholt und ins Hotel gebracht. Wir verabredeten uns für später.
Um 16.00 Uhr holte uns Eric wieder ab. Wir fuhren zu seinem Haus, dort waren bereits zwei englische Ehepaare zu Gast. Ein Mann war Erics Sponsor aus fernen Tagen. Er hieß Peter und hatte die Kiriba-Schule schon jahrelang unterstützt, so zum Beispiel hatte er vier Klassenzimmer gebaut und neue Bänke und Stühle gekauft. Es war ein sehr netter Nachmittag, Esther hatte extra Kuchen gebacken für die „Tea-Time“.
Später brachte Eric die vier wieder zum Hotel zurück. Roland, Mercy und ich schauten uns ein fast fertiges Haus an. Wir gingen ca. fünf Minuten zu Fuß und waren überrascht, ein solches Gebäude hier vorzufinden. Es stellte sich heraus, dass es für uns ideal wäre. Es hatte 9 Zimmer und leider noch nicht fertige Badezimmer. Wenn wir das mieten könnten, würde es uns viel Zeit ersparen.
Zurück in Erics Haus unterhielten wir uns über die weitere Vorgehensweise und vereinbarten für den nächsten Tag ein Treffen mit dem Besitzer und Mercy.
Im Hotel gingen wir duschen und anschließend essen.

15. Oktober 07

 Nach dem Frühstück holte uns Eric um 9.30 Uhr vom Hotel ab. Wir fuhren in sein Büro.
Danach fuhren wir mit dem TucTuc zu den Kahindis. Es war nur Mama Kahindi mit Oliver da.
Wir erfuhren erst an diesem Tag, dass sie 5 Kinder hatte; eine Mary mit ca. 7 Jahren hielten wir immer für ein Nachbarskind. Morgen um 17.00 Uhr wollten wir dann alle treffen und auch Lebensmittel mitbringen.
Die Nachbarn, eine von Barbara betreute Familie, besuchten wir auch. Die Mama war schon wieder schwanger, sie hatte schon 4 Kinder und war erst 25 Jahre alt, die älteste ist 10 Jahre, die kleinste 3 Jahre.
Die Hütte war in einem schlimmen Zustand. Wir beauftragten Josef, jemanden zu suchen, der sie instand setzt. Anschließend bekamen sie noch zwei Betten, Matratzen usw. und natürlich auch Lebensmittel.
Wir gingen was trinken und warteten auf den Vermieter des Hauses. Er kam mit Eric und Mercy.
Wir sollten das Haus nach unseren Wünschen fertig bauen und die Kosten monatlich von der Miete einbehalten. Pro Zimmer wollte er 1.500,- KSH. Das war uns natürlich zu teuer. Das ganze Haus bot er uns für 13.500,- KSH an. Wir einigten uns auf 11.000,- KSH Miete monatlich. Voraussetzung dafür war natürlich, dass das Gouvernment nichts auszusetzen hatte und wir die Genehmigung für ein Waisenhaus bekommen würden. Eric telefonierte gleich mit einem „Beamten“ der uns eine „schnelle Genehmigung“ versprach.
Danach fuhren wir, es war inzwischen 16.00 Uhr, zum Hotel zurück. Josef wollte sich heute noch um einen Dachdecker kümmern, tags darauf wollte er die Lebensmittel gleich ohne uns einkaufen, da er sie so vielleicht günstiger bekommen würde.

16. Oktober 07

Nach dem Frühstück relaxten wir am Pool. Um 14.00 Uhr holte uns Josef mit dem TucTuc ab und wir fuhren zu Mercy. Wir verteilten die mitgebrachten Geschenke und fragten Mercy wie viel Geld sie für die Kinder u. die Schule brauche. Das Dach war ebenfalls nicht mehr dicht. Wir gaben ihr 5000,- KSH und machten uns zu Fuß auf den Weg zu unserem zukünftigen Kinderhaus. Leider war der Vermieter nirgends auffindbar. Roland fotografierte das Haus von außen und wir gingen die Straße weiter und warteten auf das TucTuc. Mit dem fuhren wir in die Innenstadt, um die von Josef am Vormittag bestellten Lebensmittel zu holen. Es reichte aber nicht ein TucTuc, wir mussten ein zweites dazu holen. Wir transportierten für die Familie Kahindi und auch für die Familie Karembo je 50 kg Bohnen, 50 kg Reis, 90 kg Mais, Salz, Mehl, Seife, Zahnpasta, Tee, Öl u. Zucker. Als wir dort ankamen wurden wir schon erwartet. Alle halfen beim Abladen, die Freude war groß.
Von Josef erfuhren wir, dass die Familie Karembo in der Hütte von der Schwester wohnte. Die hatte immer Streit mit ihrem Mann, deshalb konnte es sein, dass sie die Hütte bald selbst brauchte. Wir suchten deshalb nach einer anderen Möglichkeit der Hilfe. Roland entdeckte im Haus von Kahindi ein leeres Zimmer und setzte alle Hebel in Bewegung, dass er mit dem Vermieter reden konnte. Zum Glück erreichte Josef ihn sofort am Handy und wir vereinbarten, dass die Reparaturarbeiten, die an dem Zimmer zu leisten waren, von der Miete (350,- KSH monatl.) einbehalten wurden. Josef organisierte für die nächsten Tage Arbeiter für die Instandsetzung.
Pendo war sehr traurig. Ich fragte warum, und nach langem Zögern sagte sie mir, dass sie in die Schule gehen möchte. Dazu brauchte sie natürlich eine Uniform, die wir ihr natürlich kaufen werden. Die Schule sollte im Januar beginnen.
Darauf fuhren wir ins Baroness und trafen uns dort mit Eric. Wir bestellten uns Essen und besprachen die weitere Vorgehensweise. Ein Freund von Eric besorgte uns die Vereinsunterlagen aus Nairobi. Am nächsten Tag sollten wir uns mit dem Inspektor treffen, der das Haus abnehmen sollte..
Danach fuhren wir ins Hotel, duschten und gingen ins Bett.

17. Oktober 07

Eric holte uns um 9.00 Uhr im Hotel ab. Wir fuhren zum Haus, der Vermieter, der Maurer und der Zimmerer kamen. Sie schauten sich alles an und wollten uns einen Kostenvoranschlag machen. Anschließend ging es weiter zu Eric. Roland erklärte ihm das mitgebrachte Laptop und dann kam der Inspektor. Wir fuhren wieder zum Haus und er besichtigte alles. Daraufhin erstellte er ein Protokoll, was noch zu machen sei. Wir fuhren zu Eric zurück und warteten auf Josef. Mit dem TucTuc fuhren wir zum Waisenhaus der Müllers. Leider war Irene nicht da, sie war in Deutschland! Als Vertretung waren ein Zivi (Valentin) u. eine Volontärin (Jana) da. Sie waren sehr nett. Die Mamas begrüßten uns sehr freundlich, sie haben uns wieder erkannt. Da es Mittagszeit war, wurden wir zum Essen eingeladen. Es gab Bohnen mit Reis, was sehr lecker schmeckte, aber die Portion war viel zu groß. Wir erkundigten uns noch, ob Mercy und Helka ein Praktikum machen könnten. Valentin wollte Irene telefonisch fragen. Es war ein sehr nettes Gespräch.
Um 14.30 Uhr fuhren wir drei ins Hotel zurück und ließen es uns gut gehen.

18. Oktober 07

Aufstehen, frühstücken und an den Pool. Leider war das Wetter nicht schön. Es war bedeckt und dicke Regenwolken entluden sich. Wir gingen zurück auf unser Zimmer, da wir uns eh umziehen mussten. Das TucTuc wartete um 10.45 Uhr bei strömendem Regen auf uns und brachte uns zu Eric. Justin war schon da, er holte noch die Eintragung seines Hauses ab. Die nächste Überraschung erwartete uns. Die Eintragung des Vereins war fertig. Eric gab uns die Dokumente. Um 12.00 Uhr gingen wir zum Anwalt, um den Mietvertrag zu machen. Unterwegs trafen wir auf den Anwalt, der gerade auf dem Weg zum Gericht war. In etwa einer Stunde wollte er wieder da sein. Also nochmals warten.
Endlich um 13.30. Uhr gingen wir ins Office. Bis der Vertrag geschrieben war, vergingen wieder fast 2 Stunden. Mit Handschlag verabschiedeten wir uns von Justin, seiner Frau und Eric, der noch nach Mombasa musste. Bevor wir drei wieder ins Hotel fuhren kauften wir noch Cashewkerne. Der Regen hatte inzwischen aufgehört, deshalb gingen wir noch auf einen Ratsch an den Pool. Es war ein sehr erfolgreicher Tag.

19. Oktober 07

Wir fuhren mit Maria und Mani, Stefan und Nina, Matze und Kathi zu „unserem“ Haus. Leider konnten Hans und Katharina nicht mitkommen, da sie krank waren.
Dort angekommen erwarteten uns Mercy, Justin und der Maurer. Wir zeigten unseren neuen Freunden das Haus und sie waren sehr beeindruckt. Sie machten viele Fotos.
Dann ging es weiter zur KCB, zum Geld abheben und tauschen. Zu Fuß gingen wir in den Supermarkt, wir brauchten noch Bonbons. Dann gingen wir weiter zum Busbahnhof, dort warteten unsere TucTuc.
Wir fuhren zu den Kahindis. Natürlich waren sofort wieder viele Kinder da. Die mitgebrachten Bonbons fanden ihre Abnehmer. Santa zeigte mir die neue Schultasche, sie war sehr stolz. Mama Kahindi zeigte mir ihre kaputte Matratze, sie bekam eine neue.
Maria hatte eine Tüte mit Lebensmitteln für eine Nachbarin von Mama Kahindi dabei. Sie freute sich sehr, da sie für heute kein Essen mehr hatte.
Wir gingen weiter zu Mama Karembo und unsere Freunde schauten sich die Hütte an. Nina fotografierte wie wild. Sie wollte einige Fotos ausdrucken und am Montag den Kindern geben.
Josef schlug vor, in einem typischen kenianischen Restaurant noch was zu trinken.
Danach fuhren wir wieder zurück ins Hotel. Um 18.00 Uhr wollten wir Josef und Saomu treffen, ich war gespannt, was sie uns erzählen würden.
Wir fuhren mit dem TucTuc ins Restaurant und trafen dort Josef und Saomu . Sie erzählten uns schöne Neuigkeiten. Als erstes bekamen Roland und ich eine typische Landestracht, die wir auch gleich anziehen mussten. Als nächstes erzählten sie uns, dass sie heiraten wollten. Josef müsste dazu mit seinen Eltern zu den Eltern von Saomu, dort würde dann ausgehandelt, wie viel er für Saomu zahlen müsse. Es kann zwischen 15.000,- und 200.000,- KSH betragen.
Die größte Überraschung war dann, dass Saomu im Januar ein Baby bekommen sollte. Es sei ein Wunschkind. Wir freuten uns mit Ihnen. Sie waren beide sehr glücklich.
Um 10.00 Uhr fuhren wir zurück zum Hotel und tranken noch was mit den anderen am Pool.

20. Oktober 07

Für heute war eigentlich nichts Besonderes geplant, aber am Vormittag kam Roland auf die Idee, dass Hans (Urologe) sich vielleicht das Krankenhaus anschauen wolle. Alle waren natürlich begeistert. Es fuhren außer Maria, Mani und mir alle mit. Nach fast drei Stunden waren sie wieder zurück. Ins öffentliche Krankenhaus durften sie nicht rein. Also rief Josef bei Dr. Ngiri an, der ihnen erlaubte, das Krankenhaus inclusive OP zu besichtigen. Für Hans natürlich eine tolle Sache.

21. Oktober 07

Um 11.00 Uhr fuhren wir mit Josef nochmals zum Waisenhaus der Müllers. Es war nur Valentin da. Die anderen waren in der Kirche. Valentin telefonierte mit Ireen, die uns erlaubte, dass Mercy von den Müttern eingearbeitet wird für unser Waisenhaus.
Er hat uns einige Preise genannt: 2 kg Ugali kosten 50,- KSH,
1 Hähnchen 230,- bis 270,- KSH
Helka durfte nicht als Mutter bei uns arbeiten. Eine Mutter im Haus muss über 18 Jahre alt sein. Wir wollten ihr anbieten, dass sie für uns einmal die Woche wäscht.
Den Nachmittag verbrachten wir am Pool. Wir besprachen, was noch alles zu tun sei und warteten auf Eric, der mit Esther und den Kindern kommen wollte. Es wurde ein netter Nachmittag. Ich ging mit Calvin in den Pool schwimmen und anschließend an den Strand. Eric, Esther u. Davis wollten nicht ins Wasser. Roland und Eric besprachen noch viele Dinge in Bezug auf das Waisenhaus. Später kamen auch noch Andrea und Arrigo mit Abdilla. Eric kannte ihn, sie besprachen einiges wegen der Ribe-Boys-School für ein Patenkind von Andrea.

22. Oktober 07

Den Vormittag verbrachten wir am Pool. Um 13.00 Uhr fuhren wir zum Fotograf und ließen von uns je 4 Bilder machen. Anschließend ging es weiter in die KCB, um ein Konto für den Verein zu eröffnen. Leider ging das nicht, da Sabine nicht dabei war. Wir bekamen die Formulare mit, um sie in Deutschland unterschreiben zu lassen und wieder nach Kenia zu schicken, damit Eric dann alleine das Konto eröffnen könne. Wir füllten auch noch ein Formular aus, mit dem wir das bestehende Guthaben  auf das neue Konto übertragen lassen könnten von Eric.
Danach fuhren wir zu den Kahindis und Mama Karembo. Ein Bett war da und Roland, Jimmy Kahindi und Mama Kahindi bauten es zusammen. Dann kam Josef mit dem zweiten Bett. Es wurde natürlich auch sofort aufgebaut und mindestens 15 Kinder schauten zu. Jeder bekam auch Bonbons, ohne die geht es nicht. Mama Karembo und die 4 Kinder waren überglücklich, als sie endlich in ihren Betten lagen. Wir machten natürlich viele Fotos.
Dann gingen wir zu Jimmy Kahindi ins Zimmer und gaben ihm das Geld für den Führerschein (11.000,- KSH). Er war überglücklich.
Die mittlerweile 3 Zimmer sind für 13 Monate bezahlt mit dem Geld (14.400,- KSH), das der Umbau gekostet hat.
Wir sprachen noch mit Helka, ob sie einen Freund habe. Sie sagte, sie habe keinen Freund.
Aber Kahindi hatte eine Freundin.
Inzwischen war es 18.15 Uhr und wir fuhren ins Hotel zurück. Ich machte mit Josef die Abrechnung und Roland sprach noch mit dem englischen Ehepaar, das uns vorgestern 5 Taschenrechner und viele Kugelschreiber geschenkt hatte. Sie waren sehr interessiert, vielleicht haben wir bald einen internationalen Sponsor!
Nun aber ab zum Essen, wir haben Hunger, das Mittagessen war ja ausgefallen.

23. Oktober 07

Unser letzter Tag. Wir waren für 13.00 Uhr mit Eric verabredet. Gerade als wir abfahren wollen, rief Eric an, dass er noch in Mombasa sei und erst um 17.00 Uhr zurück sei. Also gingen wir wieder zurück ins Hotel und Josef fuhr nach Kilifi, um für uns noch Obst zu kaufen.
Um 16.30 Uhr holte uns Josef ab und wir fuhren zum Restaurant wo wir uns mit Eric und Esther, Justin und Mercy trafen.
Wir bestellten gleich das Abendessen, denn bis es fertig war, dauerte es mindestens 1 ½ bis 2 Stunden.
Dann vereinbarten wir mit Mercy noch ihren Lohn in Höhe von monatl. 5.000,- KSH und dass sie im anderen Waisenhaus lernen müsse.
Justin wollte am Haus selbst noch einiges weiterbauen, den Rest übernahmen wir. Wir vereinbarten, dass die Miete zu 50 % bezahlt wird und die anderen 50 % einbehalten werden sollten für unsere Investitionen.
Eric wollte einen Vertrag aufsetzen, wenn die Arbeiten fertig wären.
Um 21.30 Uhr fuhren wir mit dem TucTuc zurück ins Hotel. Josef ging auch noch mit rein, er  wollte sich von Stefan und Nina verabschieden. Später fuhr er mit einem Hotelangestellten nach Kilifi zurück.
Eigentlich wollte ich spätestens um 12.00 Uhr ins Bett gehen, da wir um 4.00 Uhr geweckt werden sollten. Aber der Abend dauerte bis in die frühen Morgenstunden, und um 3.30 Uhr packten wir die restlichen Sachen gepackt und gingen frühstücken.
Um 6.15 Uhr kamen wir in Mombasa am Flughafen an, es ging nach Hause.
Um 15.15 Uhr landeten wir in München. Leider dauerte die Gepäckausgabe ewig, und wir verpassten unseren Bus um 15.45 Uhr um nur 5 Minuten. Also mussten wir nochmals 1 ½ Stunden warten.
Um 18.00 Uhr waren wir dann endlich zu Hause.
Diese Reise hatte uns gut getan. Wir haben uns auch erholt. Die Arbeiten, die zu erledigen waren, waren Dank Hilfe unserer Kenianer problemlos über die Bühne gegangen. Wir waren sehr froh.
Die nächste Reise haben wir für Februar 08 geplant. Dann sind hoffentlich schon Kinder im Waisenhaus.

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