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Letzte Änderung

am 17.12.2013

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Bericht über den Kenia-Aufenthalt im Oktober 2011

12. Oktober 11

Der Flug nach Mombasa verlief ohne Zwischenfälle. Eric holte uns bei strömendem Regen vom Flughafen ab und brachte uns ins Hotel. Anschließend fuhren er und Roland nach Kilifi zur Bank.

Im Hotel trafen wir „alte Bekannte“; es sind drei Schnabels da, Andrea, Arrigo und Melanie, außerdem Anke und Norman aus Erfurt.

Am Nachmittag besprachen wir mit Eric, wie die nächsten Tage ablaufen sollen. Er wird leider ab Samstag nicht mehr vor Ort sein, da er mit einer Delegation der Regierung in den Sudan reist.

Am Abend kam dann noch kurz Josef, um uns zu begrüßen, dann Abendessen, mit den anderen ratschen und um 23.00 Uhr endlich ins Bett. Es regnete immer noch.

13. Oktober 11

Heute regnete es wieder den ganzen Tag. Eric holte uns vormittags vom Hotel ab und wir fuhren in die Stadt zum Notar wegen unseres Grundstücks. Von dort ins Lands-Office, wieder zurück und das Ganze noch einmal. Eric musste zwischendurch kurz zu einem Meeting wegen der Reise, wir haben im Baroness auf ihn gewartet. Es regnete immer noch!

Nachmittags um 16 Uhr fuhren wir ins Hotel zurück und warteten auf Josef, um mit ihm die Abläufe im Waisenhaus durchzusprechen. Ein großes Thema waren die gestiegenen Lebensmittelkosten und eine eventuelle Änderung des Speiseplans.

Anschließend planten wir noch den morgigen Tag.

14. Oktober 11

Endlich regnete es nicht mehr!

Wir gingen frühstücken und warteten auf den Anruf von Josef, wann er uns abholen würde. Gegen Mittag kam er dann mit einem Taxi und, da Eric leider keine Zeit mehr hatte, fuhren wir mit dem Taxi zum Grundstück. Es ist wirklich nicht weit weg von der Stadt und der Ortsteil heißt Rogo Rogo. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 20 kmh dauert es aber doch etwas.

Dort angekommen waren wir überwältigt von der Größe und Lage des Grundstücks. Der Taxifahrer war aus dieser Gegend und er zeigte uns die Grenzmarkierungen. Dann verpflichteten wir einen unserer neuen Nachbarn als Gärtner. Er wird die Pflanzen einsetzen, die über den Stacheldrahtzaun wachsen werden. Dann überlegten wir uns noch, wo der beste Platz für die Gebäude wäre, wo unser Gemüsegarten hinkommen soll und wo wir Ackerbau betreiben wollen. Das alles unter deutschen Gesichtspunkten, wir werden das noch mit den Einheimischen abstimmen müssen.

Dann fuhren wir zurück in die Stadt und trafen uns mit dem Brunnenbauer im Baroness. Er ist ein Professor für Geologie an der Uni und ein sehr sympathischer Mann. Er gab uns sehr gute Tipps in Bezug auf Standort des Brunnens, Brauchwasserrückgewinnung, Regenwassernutzung zur Bewässerung unserer Anpflanzungen, eventuelle Nutzung der Sonnenenergie, was zwar sehr teuer ist, sich aber innerhalb von 3-4 Jahren bezahlt macht.

Anschließend ging es endlich ins Waisenhaus. Die Kinder erwarteten uns schon. Nach der Begrüßung kontrollierten wir noch die Bücher, die die Mamas führen müssen. Leider waren wir damit nicht zufrieden und es muss Einiges geändert werden. Manchmal sind sie mit den deutschen Anforderungen überfordert, aber sie haben es auch nicht so gelernt. Es wird wohl noch etwas dauern, bis alles passt. Die Zimmer waren aufgeräumt, die Kleidung der Kinder wie auch sonst alles Andere war in Ordnung.

Zurück im Hotel stimmten wir mit Josef die notwendigen Änderungen ab und er soll am nächsten Tag mit den Mamas in einem Meeting die zukünftige Arbeitsweise anordnen.

Lala salama. Es regnet wieder!

15. Oktober 11

Und es regnet weiter.

Da Josef bis Mittag Schule hatte, fuhren wir erst um 14 Uhr mit zwei Koffern voll mit Kleidung und Geschenken ins Waisenhaus. Norman und Anke waren auch dabei. Da Josef mit den Angestellten die Besprechung hatte, wollten wir nicht stören und so gingen wir mit den Kindern zu Abdhilla. Es war gerade eine Regenpause . . . . Andrea und Arrigo waren schon dort. Unsere Kinder waren wie gewohnt sehr brav und setzten sich an den großen Tisch, wo Abdhillas Kinder - er betreut 2 eigene und 8 fremde Kinder mit Unterstützung von Andrea und Arrigo - sonst zu Mittag essen. Andrea hatte den Kindern Flöte spielen gelernt und sie gaben ein „Konzert“. Unsere Kinder hörten gespannt zu. Anschließend gab es Kekse und Limo.

Anke und Norman waren auch fasziniert von der Arbeit von Abdhilla, Andrea und Arrigo.

Dann haben Andreas Kinder gesungen, Gedichte vorgetragen und sich bei Mama Andrea und Papa Arrigo bedankt. Es war sehr schön.

Unsere Kinder wurden auch gebeten ein Lied zu singen. Sie haben gleich drei gesungen, eins auf das Malezi Kinderdorf, dann Mambo Saua Saua und dann noch eins auf Papa Roland und Mama Erika. Es war sehr schön und sie machten alles alleine, keine Hilfe von Mama Mercy beim Aufstellen der Mädels - sie stellen sich immer so auf, dass die Kleinen vorne stehen und die größeren dann in der zweiten und dritten Reihe und jede hat ihren Platz. Es war ein richtiges Konzert und ich war sehr gerührt.

Dann gingen wir wieder zurück, mussten knietiefen Pfützen ausweichen und kamen durstig wieder im Waisenhaus an. Es gab für alle Limo. Die Besprechung war dann auch zu Ende und Josef fuhr mit uns noch ins Hotel, um uns über die Gespräche zu unterrichten.

In der Nacht regnete es wieder.

16. Oktober 11

Es regnete noch immer!!! Aber nach dem Frühstück hörte es endlich auf, aber nur für wenige Stunden.

Roland kopierte die Fotos der letzten Tage auf den Laptop und ich ging mit Melanie an den Strand. Um 14 Uhr kam Gigi und brachte uns Erics Auto. Schnabels fuhren mit uns zu Abdhilla, wir weiter ins Waisenhaus. Es ging durch Pfützen, die so tief waren, dass das Wasser fast ins Auto lief. Abenteuerlich!

Im Waisenhaus verteilten wir dann die mitgebrachte Kleidung, jedes Mädchen bekam drei Kleidungsstücke und manche auch Schuhe. Sie freuten sich sehr, probierten alles natürlich gleich an und machten eine „Modenschau“.

Später kamen auch noch Andrea, Arrigo und Melanie ins Waisenhaus. Dann besuchte uns der Prediger von der Kirche von nebenan. Das war aber noch nicht der letzte Besuch an diesem Tag. Eine Delegation einer Kirchengemeinde aus Kilifi fuhr mit einem kleinen Lastwagen vor und brachte uns Lebensmittel und Kleidung für die Kinder. Sie bedankten sich natürlich mit einem Lied. Dann wurde noch gebetet, wir bedankten uns ebenfalls bei den sechs Leuten, die wieder nach Hause fuhren. Da es schon dunkel wurde, mussten wir zurück ins Hotel.

17. Oktober 11

In der Früh regnete es! Nach dem Frühstück kam aber die Sonne und wir verbrachten einen Tag am Pool. Eigentlich wollten wir uns mit einem Angestellten vom Children‘s Office treffen, aber Josef musste in die Schule, da Elternnachmittag war.

Am Abend rief uns Josef noch an und sagte uns, dass heute noch ein Mädchen ins Waisenhaus geschickt wurde. Eine ganz schlimme Geschichte, sie kann nicht mehr zu Hause wohnen, da sie von ihrem Vater missbraucht wurde. Das Mädchen ist 13 Jahre alt, wird aber nicht lange bleiben, nur so lange, bis ein geeigneter Platz gefunden wird. Wir haben leider keinen Platz mehr.

18. Oktober 11

Die Sonne schien! Wir gingen an den Pool und ließen es uns gutgehen. Um 14 Uhr fuhren wir mit Norman, Anke und Melanie in die Stadt ins neue Einkaufszentrum, um einige Sachen zu kaufen.

Anschließend im Waisenhaus waren schon einige Kinder von der Schule zurück und wir unterhielten uns mit ihnen und spielten. Rukia bekam von Melanie Schuhe, sie freute sich sehr. Außerdem errechneten wir vom Reis, von den Bohnen und den Greengrams das Gewicht pro Essen, damit wir eine Kontrolle über die eingekauften Lebensmittel haben. Roland sprach mit Josef den Arbeitsplan durch. Anke hatte für das Besteck einen neuen Kasten gekauft, damit es besser aufgeräumt ist und sauber bleibt.

Kurz vorm Dunkelwerden waren wir wieder im Hotel zurück. Noch ein Sprung in den Pool, duschen, essen, ratschen und ins Bett.

19. Oktober 11

An diesem Tag regnete es nur bis nach dem Frühstück. Es stand nur ein Termin an, um 17 Uhr in Kilifi mit dem Leiter vom Children‘s Office. Den restlichen Tag konnten wir faul herumliegen!

20. Oktober 11

An diesem Tag, dem Keniata-Day, hatten die Kinder schulfrei.

Wir luden sie ins Hotel ein, denn im Oktober ist unser Jahrestag der Waisenhauseröffnung.

Es war ein sehr lustiger Tag, wir schwammen im Pool, spielten etliche Spiele, wir alle hatten einen riesigen Spaß. Mittags gab es Hähnchen mit Pommes und Limo. Leider war der Tag viel zu schnell vorbei. Die kleinen Mädchen schliefen schon im Auto ein, müde waren aber alle.

21. Oktober 11

Mittags fuhren wir mit Norman und Anke in die Stadt, wo wir uns mit Josef trafen.

Wir erledigten unsere Bank-Angelegenheiten, aßen im Restaurant Baroness noch Samosa und fuhren dann zu Abdhalla, um die Lebensmittel für die Familien zu kaufen, die wir mit Mitteln von Rolands Arbeitskollegen unterstützen.

Mit vollgeladenem Tuk Tuk und Auto fuhren wir nach Mnarani, wo uns die Mamas und die Kinder freudig begrüßten. Nachdem wir die Lebensmittel ausgeladen hatten, setzten wir uns zusammen und besprachen ihre Lebenssituation. Es geht ihnen allen gut, Mama Karembo und Mama Habiba arbeiten auf der Baustelle als Helfer und Mama Kahindi hat eine kleine Garküche. Sie kommen gerade mal so über die Runden, außerordentliche Dinge wie Arztbesuch, Schuluniform, Schul- und Prüfungsgebühren sind nicht zu stemmen. Soweit es uns möglich war, bezahlten wir einige Rechnungen.

Abends waren wir dann wieder im Hotel. Heute hatte Melanie ihren letzten Tag, wir hoffen sie nächstes Jahr wiederzusehen.

22. Oktober 11

Am Vormittag kauften wir einige Sachen ein für den Adventsmarkt in der Audi und für Buxheim.

Nach dem Essen kam Josef. Ich klärte mit ihm einige Fragen bezüglich der Buchhaltung und sprach mit ihm notwendige Veränderungen beim Einkaufen durch.

Dann ratschten wir noch kurz mit den anderen, Andrea und Arrigo flogen in der Nacht leider nach Hause.

23. Oktober 11

Nach dem Mittagessen fuhren wir ins Waisenhaus. Die Kinder waren bis auf Neema von der Kirche zurück. Sie kam dann aber auch bald.

Anke und Norman verteilten noch Lollys und Zahnbürsten mit Schutzhaube, auf die jedes Kind seinen Namen draufschreiben konnte. Ich konnte es immer noch nicht fassen, dass man sich über diese Geschenke sooo freuen kann.

Dann sangen die Mädels noch Lieder für uns. Wir nahmen sie aufs Handy auf, damit wir sie als Klingelton verwenden können.

Mit den größeren Kindern sprachen wir noch über die Schule und darüber, was sie einmal werden wollen.

Um halb Sechs ging es wieder ins Hotel zurück.

Lala Salama

24. Oktober 11

Den Vormittag verbrachten wir am Pool. Mittags fuhren wir ins Waisenhaus, um uns zu verabschieden. Als wir ankamen, waren alle Mamas und die größeren Kinder noch damit beschäftigt, das Mittagessen zu kochen. Es gab Bohnen, Sukumawiki (Gemüse) und eine von Neema kreierte Soße und dazu Ciabatti. Es hat natürlich allen sehr gut geschmeckt, auch Norman, der sehr skeptisch war.

Nach dem Essen spielten wir noch mit den Kindern und dann kam der große Abschied. Es wurden noch Lieder gesungen und dann bedankte sich Mama Mercy im Namen der Mamas für alles. Auch Josef sprach einige Dankesworte. Roland richtete schließlich noch liebe Worte an die Kinder und Angestellten.

Der Abschied war bei einigen Kindern wieder tränenreich und auch bei uns Erwachsenen. Chuchu hatte schon vorher angekündigt, dass sie bestimmt wieder weinen muss. Mit einem Abschiedslied wurden wir endgültig auf den Heimweg geschickt.

Am Abend verabschiedeten wir uns dann von Anke und Norman, sie flogen am nächsten Morgen sehr früh nach Frankfurt.

25. Oktober 11

Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen, gingen dann noch ein letztes Mal an den Pool und warteten auf Eric.

Leider kam er erst am Nachmittag von seiner Reise zurück und sein erster Weg war zu uns ins Hotel. Wir hatten noch Einiges zu besprechen wegen der Anpflanzung auf dem Grundstück, der Beurkundung und des Tagesablaufs im Waisenhaus. Dann verabschiedeten wir uns auch von ihm, er war seit 16 Stunden unterwegs und dementsprechend geschafft.

Dann sprachen wir auch mit unserem Heimleiter Josef die Planungen bis März 2012 nochmals durch.

Nach dem Abendessen verabschiedeten wir uns noch von den Beschäftigten des Hotels.

26. Oktober 11

Um 6 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Mombasa zum Flughafen. Der Flug verlief problemlos und abends um 19 Uhr waren wir wieder zu Hause.

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